Das bekommt man aus einer Unfallpolice

Leistungen einer privaten Unfallversicherung

Ist man durch einen Unfall dauerhaft geschädigt, dann zahlt eine private Unfallversicherung. Im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung leistet eine private Versicherung wenn der Unfall in der Freizeit passiert ist (Die gesetzliche deckt nur Unfälle während der Schule, Arbeit, Ausbildung und Studium ab).


Das ist wichtig, denn der Grossteil an Unfällen passiert in der Freizeit. Man bekommt im Fall der Fälle von der Unfallversicherung eine Einmalzahlung. Wieviel genau, das hängt zum eine von des schwere der Gesundheitlichen Beeinträchtigung ab. Zum anderen von der Art des Vertrages. Zusätzlich zur einmaligen Kapitalzahlung kann man noch ein Unfallrente vereinbaren. Der Versicherer zahlt dann für die Dauer des erlittenen Schadens eine Rente.


Die Berechnungsgrundlage für die Höhe der Einmalzahlung bildet der Invaliditätsgrad. Je höher der Invaliditätsgrad ist, umso mehr Geld bekommt man von der Versicherung gezahlt. Der Verlust eines Daumens bzw. dessen voller Funktionsfähigkeit bringt z.B. eine 20%ige Invalidität. Verliert man ein Bein über der Mitte des Oberschenkels, dann wird dafür ein Invaliditätsgrad von 70% anerkannt. Verliert man ein Auge sind es 50%, verliert man seinen Geschmackssinn so sind es 5 Prozent.

Grundsätzlich ist die Leistung der Versicherung umso höher je höher der Invaliditätsgrad ist. Des weiteren wird die Höhe der Zahlung von der Art des Vertrages/Tarifes bestimmt.


Vertragsarten

Bei privaten Unfallversicherungen unterschiedet man 3 Arten von Tarifen. Es gibt die linearen, Mehrleistungs- und Progressionstarife.
Die beiden letzteren erhöhen die Kapitalleistung mit der schwere des Schadens den der Versicherte davonträgt. Das ist gut im Extremfall wenn es am schlimmsten kommt: Denn dann ist die Existenz bedroht und man benötigt möglichst hohe Zahlungen.


Am wenigsten bekommt bei Abschluss eines linearen Tarifmodells. Schliesst man z.B. einen Vertrag mit einer Versicherungssumme von 200.000 Euro bei 100%iger Invalidität ab und hat einen Invaliditätsgrad von 50% erreicht, so bekommt man in einem Linearen Tarif 100.000 Euro.


In Progressionstarifen und Mehrleistungstarifen hingegen wird die Leistung überproportional erhöht ab einem bestimmten Grad der Invalidität. So bekommt man in einem Progressionstarif mit einer Progression von 100% und einer Versicherungssumme von 200.000 Euro bei einem Invaliditätsgrad von 50% nicht 100.000 Euro (wie im linearen Tarif) sondern 300.000 bis 400.000 Euro ausgezahlt.


In Mehrleistungstarifen erfolgt die Erhöhung in Stufen. Heisst z.B.: Bis zu einem Invaliditätsgrad von 40% bekommt man die einfache Versicherungssumme. Ab 41% erhält man das doppelte, ab 61% das dreifache usw....


Fazit: Die Leistungen einer Unfallversicherung hängen vor allem vom Vertrag ab. Ein Mehrleistungsvertrag oder besser noch ein Progressionsvertrags bieten mehr fürs Geld als ein linear gestalteter Tarif. Denn mit diesen wird das existentielle Risiko am besten abgedeckt.


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