Fragen und Antworten im Versicherungsantrag
Berufsunfähigkeitsversicherung: Antrag und Gesundheitsfragen
Eine der grossen Hürden beim abschliessen einer BU-Versicherung, ist die Bearbeitung des Versicherungs-Antrags.
Vielen Personen bereitet es ein wenig Schwierigkeiten dieses Dokument richtig auszufüllen.
Im Versicherungsantrag wird nach persönlichen Daten gefragt. Aufgrund dieser Daten erstellt der Versicherungsanbieter ein verbindliches Angebot das individuell auf den Kunden zugeschnitten ist.
Das wichtigste sind die Angaben zu Gesundheit, medizinischen Behandlungen und körperlichem/geistigen Befinden. Denn Aufgrund der hier gegebenen Antworten wägt der Versicherer das Risiko einer Berufsunfähigkeit ab und kalkuliert Anhand dessen den zukünftigen Beitrag den der Kunde zahlen muss.
Je nach schwere und Art der jeweiligen Krankheit schliest der Versicherer gewisse Leistungen von vorneherein aus. Bei bestimmten Beschwerden wird man evt. Sogar vom Versicherer abgelehnt. War man z.B. schon mal innerhalb einer bestimmten Zeit (oft 2 Jahre) in einer Psychotherapie, so prüfen viele Versicherungsunternehmen den Antrag gar nicht sondern lehnen den Kunden von vorneherein ab.
Trotzdem ist man unbedingt dazu verpflichtet die Fragestellungen korrekt und vollständig zu beantworten.
Wird bei den Fragen zur Gesundheit etwas vergessen bzw. verschwiegen kann das weitreichende Folgen haben. Im Leistungsfall (und auch vorher schon) darf der Anbieter den Vertrag auch jahrelang nach Abschluss anfechten und muss keine Berufsunfähigkeitsrente zahlen. Man kann also seinen kompletten Berufsunfähigkeitschutz verlieren, wenn man hier falsche und ungenügende Angaben macht. Die gezahlten Beiträge sind verloren...man bekommt davon nichts mehr zurück.
Damit man nichts vergisst macht eine Rücksprache mit den eigenen Ärzten Sinn. Teilweise Fragen Anbieter nach Ereignissen die 10 Jahre zurück liegen. Da hat man schnell die eine oder andere Krankheit vergessen. Im Leistungsfall forscht der Versicherer in den Dokumenten von Ärzten und Krankenkassen. Aus diesem Grund sollte man mit seinen Ärzten die Krankenakte zusammen durchgehen damit man alle Ereignisse im Antrag eintragen kann und nichts vergisst.
Medizinisches Fachjargon ist hierzu nicht notwendig. Es reicht aus wenn man die Krankheiten/Beschwerden/Untersuchungen mit eigenen Worten beschreibt und die Diagnose des Arztes nennt.
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